Prävention ist die beste Strategie

Eine sachgerechte Prävention schafft Strukturen, in denen Belästigungen und Mobbing seltener auftreten und im Ereignisfall weniger eskalieren. Sie gibt klare Leitlinien vor, und sensibilisiert übergriffige Personen. Sie ermutigt Betroffene, sich von Anfang an klar abzugrenzen.

Prävention macht aus dem Tabu ein Gesprächsthema und bedeutet einen Schritt hin zu kreativem statt destruktivem Umgang mit erotischen Schwingungen oder mit Aggressionen.

Arbeitgeber, die präventiv für ein belästigungsfreies Klima sorgen und sich im Ereignisfall sorgfältig um die Betroffenen kümmern, vermeiden zudem Entschädigungszahlungen.

 

«Wir haben so wenige Frauen, das lohnt sich gar nicht...» Oh doch. Gerade ein niedriger Frauenanteil in der Belegschaft kann dazu führen, dass die Frauen im Brennpunkt des Interesses stehen, oder dass sie ausgeschlossen werden. Starke und erfahrene Frauen, sowie Frauen in guten Positionen, können solche Situationen eher meistern. Ist eine Frau jedoch neu in ihrer Stellung, sozial wenig integriert und von der Position her untergeordnet, so wächst das Risiko, dass diese Frau belästigt wird. Dasselbe gilt für Männer in Frauenberufen. Sie werden nicht selten zur Zielscheibe von Witzen und Anspielungen durch ihre Kolleginnen. Da ist es dann genau wie bei den Frauen: Manchen gefällt’s – manchen eben nicht.